Bei der Entwicklung von Immobilienprojekten kann die gewählte rechtliche und steuerliche Struktur sowohl die Machbarkeit als auch die Rentabilität des Geschäfts bestimmen. In unserer Praxis fragen uns viele Kunden, welches rechtliche und treuhänderische Vehikel am bequemsten ist: der Trust mit unternehmerischer Tätigkeit oder der Verwaltungs-Trust. Die Antwort lautet wie bei jeder strukturellen Entscheidung: Es gibt keine universelle Formel; sie hängt von Fragen ab wie dem Geschäftsmodell, der Art des Projekts, dem Investitionsvolumen, dem Profil der Investoren und der Art und Weise, wie die steuerliche Belastung gehandhabt werden soll.
Der Treuhandfonds mit unternehmerischer Tätigkeit, der hauptsächlich durch das Einkommensteuergesetz geregelt wird, wird als eigenständige steuerpflichtige Person mit eigener Bundessteuerzahlerregistrierungsnummer und der Verpflichtung zur Erfüllung aller mit seinem Betrieb verbundenen Steuerpflichten konzipiert. In diesem System zieht die Treuhandgesellschaft Steuern ein und führt diese ab, so dass die an die anhängigen Treugeber (Investoren) ausgeschütteten Erträge steuerbereinigt anfallen. Darüber hinaus kann der Treuhandfonds als Kreditnehmer fungieren, was die Aufnahme von Fremdkapital zur Finanzierung der Entwicklung ermöglicht und die Steuerpflicht aus dem Verkauf von Immobilien verankert. Diese Modalität ist ideal, wenn Kapital von mehreren Investoren aufgenommen, das Projekt als Unternehmen betrieben oder die Steuerverwaltung zentralisiert werden soll.
Das Treuhandvermögen für die Verwaltung, das durch das Allgemeine Gesetz über Wertpapiere und Kreditgeschäfte geregelt wird, ist steuerlich transparent, da es weder eine bundesweite Steuernummer besitzt noch als juristische Person oder Unternehmen agiert. Die steuerliche Belastung wird direkt auf die Begünstigten übertragen, die ihre Verpflichtungen einzeln erfüllen müssen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es keine finanziellen Instrumente gibt: Es ist beispielsweise möglich, auf Überbrückungs- oder Zwischenfinanzierungen zuzugreifen, wobei die Immobilie, auf der das Projekt entwickelt werden soll, als Sicherheit dient.
Dieses Fahrzeug wird häufig in einfacheren Projekten mit weniger Investoren verwendet, oder wenn operative Flexibilität gefordert ist, ohne die steuerliche Struktur eines Unternehmens zu übernehmen, wobei die Möglichkeit erhalten bleibt, sich strategisch nach den Erfordernissen der Entwicklung zu finanzieren.
Der Treuhandfonds ist kein Selbstzweck, sondern ein juristisches Instrument im Dienste Ihres Projekts. Daher ist eine spezialisierte Beratung ab der Planungsphase entscheidend für den Erfolg der Immobilienentwicklung.
In unserem Unternehmen begleiten wir unsere Kunden vom Entwurf der Struktur bis zur Ausführung des Projekts und stellen sicher, dass das gewählte juristische Vehikel mit ihrer Vision, ihrem Betrieb und ihren finanziellen Zielen übereinstimmt.